Im kleinen Örtchen Elbeu bahnt sich ein großer Bau an.
der Stadtrat hat genehmigt, dass ein Asphaltmischwerk in der Nähe von Elbeu gebaut werden darf. Doch die Mehrzahl der Elbeuer und einige Stadträte sind dagegen.
"Solche industriellen Anlagen haben nichts in der Nähe von Wohnsiedlungen zu suchen", sagte das Stadtratmitglied Frank Senkel, der im Hauptausschuss gegen den Bau gestimmt hat.
Was spricht eigentlich für den Bau? Die Beführwörter meinen, dass die wirtschaftliche Ansiedlung noch stärker wächst. Doch dieses Argument ist fehlerhaft, denn die Lärmbelastung des einen Kraftwerks schöpft das Maximum der Lärmbelastungsrichtlinien schon aus. Außerdem ist die gute Lage an der A14 für den geplanten Ausbau günstig, da der Asphalt aus diesem Werk kommen soll.
Als die Bürger dies erfuhren gründeten sie daraufhin eine Bürgerinitiative gegen den Bau. Reinhard Paschold der Leiter der Initiative sagte stolz, dass sie schon 30 aktive Mitglieder und mindestens 300 aufmerksame Bürger haben. Er bemängelt an der Entscheidung der Stadtverwaltung, dass sich viele Stadträte nicht richtig mit der Thematik befasst haben und trotzdem dafür gestimmt haben.
Die größten Probleme sind die schädigen Einflüsse, wie Lärm, Staub, Asphaltgeruch, LKW-Verkehr und Luftschadstoffe. Diese Luftschadstoffe kommen zu Stande, weil das Asphaltmischgut aus Kostengründen mit Braunkohlestaub statt mit dem umweltfreundlicherem Erdgas erhitzt wird, bestätigte Herr Paschold. Zudem schafft
das Mischwerk der Firma Bunte nur magere 4 Arbeitsplätze. Aber trotzdem soll es fast runf um die Uhr betrieben werden, das heißt wiederum für die Bürger, dass sie einer ständigen Belastung ausgesetzt sind.
Die Bürgerinitiative will weiterhin gegen den Bau vorgehen, indem sie schon eine Unterschriftenaktion und eine Spendensammlung begonnen haben, denn die Durchsetzung ihrer Rechte kostet viel Geld. Herr Senkel sieht die Chancen nicht schlecht, dass die Bürgerinitiative ihre Ziele erreicht. Er sagte, es sei jetzt wichtig, wie sich die Fraktionen im Stadtrat zu den Argumenten der Initiative positionieren. Herr Paschold sagte abschließend: "Wir hoffen, dass die Vernunft am Ende siegt und der Bau verhindert wird."