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Montag, 2. April 2007


Ist der Jugend das Hebewerk egal?

09.06.2011 15:18 Uhr |


Francis Schumacher, Alexander Kokott, Florian Prinz Hegelgymnasium (Kl. 8/2)



Magdeburg - Welcher ältere Magdeburger kennt nicht das Schiffshebewerk in Rothensee nördlich von der Landeshauptstadt? Aber wie sieht es da mit der Jugend aus? Obwohl das Schiffshebewerk eine der ältesten und berühmtesten Touristenattraktionen Magdeburgs ist, gibt es seit langem die Diskussion, es stillzulegen.

Das Schiffshebewerk Magdeburg gilt als ein Meisterwerk deutscher Ingenieurskunst und hatte seit seiner Erbauung (Bauende: 1938) eine große Bedeutung für die Schifffahrt und den Gütertransport auf der Elbe. Es hat bislang circa 1,3 Mio. Schiffe bewegt.

Das Magdeburger Schiffshebewerk ist ein so genanntes "Schwimmerhebewerk". Der 85 Meter lange und 12 Meter breite Trog wird durch zwei Schwimmkörper gehalten.

Diese befinden sich in zwei, mit Wasser gefüllten Schächten. Die Schwimmkörper werden, je nach Eintauchtiefe, mit Druckluft gefüllt, um dem hohen Wasserdruck entgegenzuwirken und den Auftrieb zu verändern. Je mehr Luft sich in den Schwimmkörpern befindet, desto größer ist der Auftrieb und der Trog wird nach oben gedrückt. Der Trog wird zusätzlich durch vier Gewindestangen elektrisch nach oben oder unten bewegt. Das Schiffshebewerk muss je nach Wasserstand elf bis achtzehn Meter Höhenunterschied ausgleichen. Der gesamte Vorgang mit Ein- und Ausfuhr der Schiffe, Öffnen und Schließen der Tore und das Heben des Troges, nimmt circa 23 Minuten in Anspruch.

Wir haben Magdeburger Jugendliche nach ihrem Interesse am Hebewerk und an seiner Zukunft befragt. Die Hälfte der befragten Jugendlichen meinte, dass die Außerkraftsetzung des Schiffshebewerkes gleichzeitig ein Verlust einer Sehenswürdigkeit wäre und sprach sich dagegen aus. Demnach gilt das Schiffshebewerk für die Bürger als auch für die Besucher als ein technisch-historisches Denkmal, das nicht verloren gehen darf.

Rund zehn Prozent der Befragten hielten die Instandhaltung des Hebewerkes für eine zusätzliche finanzielle Belastung der Stadt - Ablehnung.

Die restlichen 40 Prozent wollten sich zum Thema gar nicht äußern, weil ihnen die Situation oder das Schiffshe

bewerk selbst nicht vertraut waren oder sie sich nicht für dieses Thema interessieren.

Ein Grund dafür sei einerseits der niedrige "Spaßfaktor" beim Besuch des Schiffshebewerkes, andererseits auch die "Unpopularität" unter der jungen Generation. Heutzutage geht man lieber shoppen oder ins Kino, trifft Freunde oder "zockt" am Computer oder an der Konsole.

Trotz der Außerbetriebsetzung des Schiffshebewerkes im Juli 2006, gibt es die Forderung, dass es zur Überbrückung der Wartungsarbeiten an der Schleuse Niegripp genutzt wird. Das weitere Schicksal des bedeutsamen Hebewerkes ist noch unklar.



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Copyright © Schmaz 2013
Dokument erstellt am 2011-06-09 15:18:17
Letzte Änderung am 2011-06-09 15:18:17


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